Full Text - Section 64
»Das geht dich nichts an. Geh nur und schreib’s auf. Du wirst später schon sehen, wozu. Wir unterschreiben es und schicken es an die richtige Adresse.«
»Was? Was wollen Sie tun?« rief Prepotenskij laut und fuchtelte erregt mit den Armen. »Eine Denunziation! Um nichts in der Welt!«
»Aber du haßt sie doch!«
»Nun und?«
»So schneid ihnen doch die Kehle durch, wenn du sie haßt.«
»Ja gewiß, schneiden will ich schon, aber ich bin kein Lump, der eine Denunziation …«
»Dann raus mit dir!« unterbrach ihn Termosesow und stieß ihn gegen die Tür.
»Aha! Raus?! So hab' ich Sie doch richtig erkannt! Sie halten’s mit Achilla!«
»Raus, sage ich!«
»Ja, ja! Erst fordert Ihr mich zum Blachdnublach auf und dann …«
»Da hast du dein Blachdnublach!« antwortete Termosesow und gab dem Lehrer einen kräftigen Stoß in den Nacken, so daß er zur Tür hinausflog. Dann schob er den Riegel vor.
Achilla, der diesen Auftritt mit angesehen hatte, stand verwirrt auf und nahm seinen Hut.
»Wo willst du hin?« fragte Termosesow, sich wieder an den Tisch setzend.
»Ich bitte um Entschuldigung, ich muß nach Hause.«
»Trink doch erst dein Blachdnublach aus.«
»Nein, mag es zum Teufel gehn, ich will nicht mehr. Leben Sie wohl. Ich habe die Ehre.«
Er reichte Termosesow die Hand. Dieser nahm sie aber nicht, sondern riß dem Diakon den Hut fort, warf ihn unter seinen Stuhl und befahl:
»Setz dich!«
»Ich will nicht,« erwiderte Achilla.
»Setz dich, sag' ich dir!« schrie Termosesow noch lauter und riß ihn so heftig am Arm, daß er auf die Bank niederfiel.
»Willst du Pfarrer werden?«
»Nein.«
»Warum nicht?«
»Weil ich dessen weder wert noch fähig bin.«
»Aber der Propst kränkt dich doch?«
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